Ersatzteile für Steyr Puch 500, 650, 700, Fiat 500 und 126, Haflinger, Pinzgauer  und Reform Heuwender

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Motorquerschnitt

Motorüberholung

Die Entwicklung der Teile im Puch Motor

1. Das Pleuel
Die 6 verschiedenen (mir bekannten) Pleuel
1. Serie ab 1957 : ohne Ölspritzbohrung
es ist sehr schwach dimensioniert, weil es ja nur den 16 PS Motor anzutreiben hatte.
2. Serie : der Guss wurde deutlich verstärkt, man kann das mit freiem Auge z.B. am Pleuelauge erkennen. Zusätzlich wurde die Ölspritzbohrung eingeführt, die den Kolbenboden kühlt.
3. Serie : zusätzlich zum verstärkten Guss, wurde der Schraubenbock von 20 auf 22 mm verlängert.
4. Serie : ident mit der Serie 3, nur wurde dann die Nummer "3" eingeschmiedet.
5. Serie : die 3/1 Pleuel, die sehr begehrt fürs Tuning sind.
6. Serie : 3/1 MO, sehr selten, wurden in den allerletzten Motoren verbaut. z.B. AC500
2. Pleuelschraube
  1. Serie Pleuelschraube ohne Belastbarkeitsnummer
  2. Serie Pleuelschraube mit 8.8
3. Serie Pleuelschraube 10 K
  4. Serie Pleuelschraube 12 K
5. Serie Pleuelschraube 12.9
3. Ölansaugsysteme
1. Serie langes Ölansaugrohr inkl. Sieb
 hauptsächlich für 16 PS Motor
Flacher Ölsumpfdeckel mit Stahlsieb und Ölansaugrohr
Flacher Ölsumpfdeckel mit Stahlsieb und zusätzlichem Schwabbelbelch, verhindert Öldruckverlust in schnell gefahrenen Kurven
 wurde hauptsächlich im Fiat 126 mit Puch Motor eingebaut
Tiefer Ölsumpfdeckel ca. 25 mm, mit Stahlsieb und Schwabbelbleck und O-Ring für das Ölansaugrohr, verlängertes Ölansaugrohr, Entwicklung der Rennabteilung, Tuningteil für TR
Die Ölüberdruckventile wurden im Laufe der Entwicklung verschieden ausgeführt. Die erste Ausführung mit senkrecht stehendem zylinderförmigen Ventilkörper und einem federbelasteten Schiebezylinder, der bei entsprechenden Überdruck den Weg in eine Bypassleitung freigab, auf Grund der zwangsläufig engen Passung des Schiebezylinder sind diese bei verschmutzem Öl gerne steckengeblieben und der Öldruck ist damit abgefallen. In der zweiten Serie wurde statt dessen ein federbelastetes Pilzventil verwendet das nicht so leicht steckenbleiben konnte.

Der obere Pumpendeckel zeigt, dass das Pilzventil senkrecht arbeitet, beide Ölpumpendeckel sind Serie 1 und 2. Es gibt aber noch Serie 3 - wie man unten beim Bild sieht - diese findet man hauptsächlich beim Fiat 126 mit Puch Motor, das Pilzventil zeigt in Fahrrichtung mehr nach rechts.
 
Es gab auch 2 verschiedene Ölpumpengehäuse mit schmaler oder breiter Zahnradbreite. Die schmalen wurden nur am Anfang eingesetzt.

Stoßdämpfer

Der Stoßdämpfer ist ein Dämpfer-Element und hat verschiedenste Einsatzbereiche. Bei Kraftfahrzeugen ist es ein sicherheitsrelevantes Bauteil im Fahrwerk. Ein Stoßdämpfer dient dazu, die Schwingungen der Radmassen unterdrücken bzw. schnell abklingen zu lassen. Er dient nicht dazu, durch Unebenheiten der Fahrbahn ins Fahrzeug eingeleitete Stöße abzufangen, diese werden durch Reifen und Federn "geschluckt". Richtiger wäre daher die Bezeichnung Schwingungsdämpfer. Diese Fehlbezeichnung verleitet viele Laien dazu, unter einem Stoßdämpfer irrtümlich das in PKW oft eingesetzte McPherson-Federbein, eine Kombination von Feder und Dämpfer, zu verstehen.

Funktionsweise

Stoßdämpfer bestehen einfach ausgedrückt aus einem Kolben, der in einem ölbefüllten Zylinder hin- und hergleitet. Bei der Bewegung des Kolbens muss das Öl durch enge Kanäle/Ventile strömen, der Strömungswiderstand steigt mit der Geschwindigkeit der Kolbenbewegung.

Bedeutung des Stoßdämpfers in Automobilen

Nach Bremsen, Reifen und der Lenkung ist der Stoßdämpfer das wichtigste Bauteil, um ein Fahrzeug sicher beherrschen zu können.

Durch die Stoßdämpfer werden die Reifen vor allem beim Durchfahren von Kurven, aber auch bei Vollbremsungen auf der Straße gehalten. Ohne deren Schwingungsdämpfung würden die Räder nach dem Einfedern selbsttätig wieder ausfedern, dadurch das Fahrzeug nach oben beschleunigen, und somit die Normalkraft der Räder auf die Fahrbahn verringern, was dazu führen würde, dass die Reibkraft, die die Reifen auf die Fahrbahn bringen können, sinkt. Das Fahrzeug rutscht dann (Übergang von Haft- in Gleitreibung: es tritt Schlupf auf, diesen kann man als Quietschen wahrnehmen). Bildlich formuliert "hüpft" das Fahrzeug wie ein Gummiball auf der Fahrbahn. Die Reifen können jedoch nur Antriebs-, Brems- und Querkräfte (Kurvenfahrt) übertragen, wenn sie mit einer bestimmten Kraft auf die Fahrbahn gepreßt werden. Ein Fahrzeug mit Federn ohne Stoßdämpfer ist daher nicht sicher steuerbar.

Gelegentlich wird angegeben, dass bei Fahrzeugen ohne ABS der Bremsweg von 50 km/h bis zum Stillstand um 4m länger ist, wenn die Stoßdämpfer verschlissen sind (dies ist abhängig vom Fahrbahnzustand). Mit nicht funktionierenden Stoßdämpfern verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit eines Überschlags bei einem Notausweichmanöver (Iso-Spurwechseltest, Elchtest). Die Lebensdauer von Stoßdämpfern in PKW ist von der Einsatzart abhängig und kann zwischen 60.000 km bis 250.000 km betragen.

Bei der Auslegung eines Fahrzeuges werden Federn und Dämpfer aufeinander abgestimmt. In der Praxis können Nachrüstsätze aus dem Zubehörhandel, bei denen kürzere Federn (Tieferlegung) mit dem vorhandenen Dämpfer kombiniert werden, zu schlechterem Fahrverhalten führen: Wenn die Federraten höher sind, die Dämpfungsraten jedoch unverändert bleiben, können sich Schwingungen im Fahrwerk länger halten, das Fahrzeug "hüpft" im Discotakt nach Überfahren von Bodenwellen. Bei Serienfahrwerken mit defekten Dämpfern ist die Frequenz etwas niedriger, es wippt langsamer. In beiden Fällen ist die maximal erreichbare Kurvengeschwindigkeit bei einem bestimmten Radius niedriger, als bei intakten bzw. auf die Federn abgestimmten Stoßdämpfern, da die Reifen bei Unebenheiten wegen auftretender Schwingungen schneller den Kontakt zur Fahrbahn verlieren.

Feder- und Dämpfungsrate, Zug- und Druckstufe

Die Federrate multipliziert mit dem Hubweg ergibt die Federkraft. Die Dämpferrate multipliziert mit der Hubgeschwindigkeit ergibt die Dämpfungskraft, die dem Hub entgegen wirkt. In Fahrzeugen werden Dämpfer eingesetzt, die verschiedene Dämpferraten für Zug- und Druckbewegung haben. Die Zugstufe ist die Dämpfungsstufe, die wirkt, wenn das Rad ausfedert. Damit beim Überfahren einer Bodenwelle die Feder ihre Aufgabe erfüllen kann, und den dabei entstehenden Stoß des Rades nach oben (in Richtung Karosserie) auffangen kann, ist die Dämpfungsrate der Druckstufe niedriger als die der Zugstufe. Der Grund dafür ist, dass die entstehende Druckstufendämpfungskraft in derselben Richtung wirkt wie die Federkraft, die Zugstufendämpfungskraft in entgegengesetzter Richtung.

Schwingungsdämpfung bei Blattfedern

Geschichtete Blattfedern bestehen aus mehreren Federblättern und stellen kombinierte Feder-Dämpfereinheiten dar, die wegen ihres robusten, langlebigen und kostengünstigen Aufbaus bevorzugt in LKW eingesetzt werden. Durch die Biegung der Feder wird der Stoß aufgefangen und in der Feder gespeichert. Die Reibung zwischen den einzelnen Federblättern dämpft die Schwingung und überführt einen Teil der Federkraft in Wärme. Diese Dämpfung ist jedoch nicht abhängig von der Geschwindigkeit, mit der die Federbewegung stattfindet, und ist deshalb im Vergleich zur geschwindigkeitsabhängigen Dämpfung von Stoßdämpfern weniger effektiv. Oft werden deshalb bei Klein-LKW mit Blattfederung zusätzlich noch Stoßdämpfer verbaut (auch z. B. bei großen Wohnmobilen).

Erkennen von defekten Stoßdämpfern in PKW

Nachlassende Dämpfung wird oft unbewußt durch ein geändertes Fahrverhalten des Fahrers ausgeglichen. Es gibt einige Anzeichen von nachlassenden Stoßdämpfern:

  • Mehrfaches Nachschwingen, wenn man das Fahrzeug in Radnähe mit der Hand in Schwingungen versetzt (einfacher Funktionstest)
  • Nach Unebenheiten schwingt das Fahrzeug nach
  • Poltergeräusche auf schlechten Straßen bei niedriger Geschwindigkeit (30er Zone)
  • Ungleichmäßige Abnutzung von Reifen und erhöhter Reifenverschleiß
  • Flatternde Lenkung oder vielfach unterbrochene Bremsspur nach einer Vollbremsung wegen springender Räder
  • schwammiges Kurvenfahrverhalten
  • erhöhte Seitenwindempfindlichkeit

Gänzlich defekte Dämpfer erkennt man auch durch erhebliche Mengen austretenden Öls an den Kolbenstangen der Dämpfer

 



.... demnächst geht es weiter mit den Kurbelwellen und Hauptlagern
 

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