Technik
Motorquerschnitt

Motorüberholung

Die Entwicklung der Teile im Puch Motor
| 1. Das Pleuel |
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Die 6 verschiedenen (mir bekannten) Pleuel |
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1. Serie ab 1957 : ohne Ölspritzbohrung es ist sehr schwach dimensioniert, weil es ja nur den 16 PS Motor anzutreiben hatte. |
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2. Serie : der Guss wurde deutlich verstärkt, man kann das mit freiem Auge z.B. am Pleuelauge erkennen. Zusätzlich wurde die Ölspritzbohrung eingeführt, die den Kolbenboden kühlt. |
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3. Serie : zusätzlich zum verstärkten Guss, wurde der Schraubenbock von 20 auf 22 mm verlängert. |
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4. Serie : ident mit der Serie 3, nur wurde dann die Nummer "3" eingeschmiedet. |
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5. Serie : die 3/1 Pleuel, die sehr begehrt fürs Tuning sind. |
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6. Serie : 3/1 MO, sehr selten, wurden in den allerletzten Motoren verbaut. z.B. AC500 |
| 2. Pleuelschraube |
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1. Serie Pleuelschraube ohne Belastbarkeitsnummer |
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2. Serie Pleuelschraube mit 8.8 |
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3. Serie Pleuelschraube 10 K |
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4. Serie Pleuelschraube 12 K |
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5. Serie Pleuelschraube 12.9 |
| 3. Ölansaugsysteme |
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1. Serie langes Ölansaugrohr inkl. Sieb hauptsächlich für 16 PS Motor |
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Flacher Ölsumpfdeckel mit Stahlsieb und Ölansaugrohr |
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Flacher Ölsumpfdeckel mit Stahlsieb und zusätzlichem Schwabbelbelch, verhindert Öldruckverlust in schnell gefahrenen Kurven wurde hauptsächlich im Fiat 126 mit Puch Motor eingebaut |
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Tiefer Ölsumpfdeckel ca. 25 mm, mit Stahlsieb und Schwabbelbleck und O-Ring für das Ölansaugrohr, verlängertes Ölansaugrohr, Entwicklung der Rennabteilung, Tuningteil für TR |
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Die Ölüberdruckventile wurden im Laufe der Entwicklung verschieden ausgeführt. Die erste Ausführung mit senkrecht stehendem zylinderförmigen Ventilkörper und einem federbelasteten Schiebezylinder, der bei entsprechenden Überdruck den Weg in eine Bypassleitung freigab, auf Grund der zwangsläufig engen Passung des Schiebezylinder sind diese bei verschmutzem Öl gerne steckengeblieben und der Öldruck ist damit abgefallen. In der zweiten Serie wurde statt dessen ein federbelastetes Pilzventil verwendet das nicht so leicht steckenbleiben konnte.
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Der obere Pumpendeckel zeigt, dass das Pilzventil senkrecht arbeitet, beide Ölpumpendeckel sind Serie 1 und 2. Es gibt aber noch Serie 3 - wie man unten beim Bild sieht - diese findet man hauptsächlich beim Fiat 126 mit Puch Motor, das Pilzventil zeigt in Fahrrichtung mehr nach rechts. |
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Es gab auch 2 verschiedene Ölpumpengehäuse mit schmaler oder breiter Zahnradbreite. Die schmalen wurden nur am Anfang eingesetzt. |
Stoßdämpfer
Der Stoßdämpfer ist ein Dämpfer-Element und hat verschiedenste
Einsatzbereiche. Bei Kraftfahrzeugen ist es
ein sicherheitsrelevantes Bauteil im Fahrwerk. Ein Stoßdämpfer dient dazu, die Schwingungen der Radmassen unterdrücken bzw.
schnell abklingen zu lassen. Er dient nicht dazu, durch Unebenheiten der Fahrbahn ins Fahrzeug eingeleitete Stöße abzufangen, diese
werden durch Reifen und Federn "geschluckt". Richtiger wäre
daher die Bezeichnung Schwingungsdämpfer. Diese Fehlbezeichnung verleitet viele
Laien dazu, unter einem Stoßdämpfer irrtümlich das in PKW oft eingesetzte McPherson-Federbein,
eine Kombination von Feder und Dämpfer, zu verstehen.
Funktionsweise
Stoßdämpfer
bestehen einfach ausgedrückt aus einem Kolben, der in einem ölbefüllten
Zylinder hin- und hergleitet. Bei der Bewegung des Kolbens muss das Öl durch
enge Kanäle/Ventile strömen, der Strömungswiderstand steigt mit der
Geschwindigkeit der Kolbenbewegung.
Bedeutung des Stoßdämpfers in Automobilen
Nach
Bremsen, Reifen und der Lenkung ist der Stoßdämpfer das wichtigste Bauteil, um
ein Fahrzeug sicher beherrschen zu können.
Durch
die Stoßdämpfer werden die Reifen vor allem beim Durchfahren von Kurven, aber
auch bei Vollbremsungen auf der Straße gehalten. Ohne deren Schwingungsdämpfung
würden die Räder nach dem Einfedern selbsttätig wieder ausfedern, dadurch das
Fahrzeug nach oben beschleunigen, und somit die Normalkraft der Räder auf die
Fahrbahn verringern, was dazu führen würde, dass die Reibkraft, die die Reifen auf die
Fahrbahn bringen können, sinkt. Das Fahrzeug rutscht dann (Übergang von Haft-
in Gleitreibung: es tritt Schlupf auf, diesen kann man als Quietschen
wahrnehmen). Bildlich formuliert "hüpft" das Fahrzeug wie ein
Gummiball auf der Fahrbahn. Die Reifen können jedoch nur Antriebs-, Brems- und
Querkräfte (Kurvenfahrt) übertragen, wenn sie mit einer bestimmten Kraft auf
die Fahrbahn gepreßt werden. Ein Fahrzeug mit Federn ohne Stoßdämpfer ist daher
nicht sicher steuerbar.
Gelegentlich
wird angegeben, dass bei Fahrzeugen ohne ABS der
Bremsweg von 50 km/h bis zum Stillstand um 4m länger ist, wenn die Stoßdämpfer
verschlissen sind (dies ist abhängig vom Fahrbahnzustand). Mit nicht
funktionierenden Stoßdämpfern verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit eines
Überschlags bei einem Notausweichmanöver (Iso-Spurwechseltest, Elchtest). Die Lebensdauer
von Stoßdämpfern in PKW ist von
der Einsatzart abhängig und kann zwischen 60.000 km bis 250.000 km betragen.
Bei der
Auslegung eines Fahrzeuges werden Federn und Dämpfer aufeinander abgestimmt. In
der Praxis können Nachrüstsätze aus dem Zubehörhandel, bei denen kürzere Federn
(Tieferlegung) mit dem vorhandenen Dämpfer kombiniert werden, zu schlechterem
Fahrverhalten führen: Wenn die Federraten höher sind, die Dämpfungsraten jedoch
unverändert bleiben, können sich Schwingungen im Fahrwerk länger halten, das
Fahrzeug "hüpft" im Discotakt nach Überfahren von Bodenwellen. Bei
Serienfahrwerken mit defekten Dämpfern ist die Frequenz etwas niedriger, es
wippt langsamer. In beiden Fällen ist die maximal erreichbare Kurvengeschwindigkeit
bei einem bestimmten Radius niedriger, als bei intakten bzw. auf die Federn
abgestimmten Stoßdämpfern, da die Reifen bei Unebenheiten wegen auftretender
Schwingungen schneller den Kontakt zur Fahrbahn verlieren.
Feder- und Dämpfungsrate, Zug- und
Druckstufe
Die Federrate
multipliziert mit dem Hubweg ergibt die Federkraft. Die Dämpferrate multipliziert
mit der Hubgeschwindigkeit ergibt die Dämpfungskraft, die dem Hub entgegen
wirkt. In Fahrzeugen werden Dämpfer eingesetzt, die verschiedene Dämpferraten
für Zug- und Druckbewegung haben. Die Zugstufe ist die Dämpfungsstufe, die
wirkt, wenn das Rad ausfedert. Damit beim Überfahren einer Bodenwelle die Feder
ihre Aufgabe erfüllen kann, und den dabei entstehenden Stoß des Rades nach oben
(in Richtung Karosserie) auffangen kann, ist die Dämpfungsrate der Druckstufe
niedriger als die der Zugstufe. Der Grund dafür ist, dass die entstehende
Druckstufendämpfungskraft in derselben Richtung wirkt wie die Federkraft, die
Zugstufendämpfungskraft in entgegengesetzter Richtung.
Schwingungsdämpfung bei Blattfedern
Geschichtete
Blattfedern bestehen
aus mehreren Federblättern und stellen kombinierte Feder-Dämpfereinheiten dar,
die wegen ihres robusten, langlebigen und kostengünstigen Aufbaus bevorzugt in
LKW eingesetzt werden. Durch die Biegung der Feder wird der Stoß aufgefangen
und in der Feder gespeichert. Die Reibung zwischen den einzelnen Federblättern
dämpft die Schwingung und überführt einen Teil der Federkraft in Wärme. Diese
Dämpfung ist jedoch nicht abhängig von der Geschwindigkeit, mit der die
Federbewegung stattfindet, und ist deshalb im Vergleich zur
geschwindigkeitsabhängigen Dämpfung von Stoßdämpfern weniger effektiv. Oft
werden deshalb bei Klein-LKW mit Blattfederung zusätzlich noch Stoßdämpfer
verbaut (auch z. B. bei großen Wohnmobilen).
Erkennen von defekten Stoßdämpfern in PKW
Nachlassende
Dämpfung wird oft unbewußt durch ein geändertes Fahrverhalten des Fahrers
ausgeglichen. Es gibt einige Anzeichen von nachlassenden Stoßdämpfern:
- Mehrfaches Nachschwingen, wenn man das Fahrzeug in Radnähe mit der
Hand in Schwingungen versetzt (einfacher Funktionstest)
- Nach Unebenheiten schwingt das Fahrzeug nach
- Poltergeräusche auf schlechten Straßen bei niedriger
Geschwindigkeit (30er Zone)
- Ungleichmäßige Abnutzung von Reifen und erhöhter Reifenverschleiß
- Flatternde Lenkung oder vielfach unterbrochene Bremsspur nach
einer Vollbremsung wegen springender Räder
- schwammiges Kurvenfahrverhalten
- erhöhte Seitenwindempfindlichkeit
Gänzlich defekte Dämpfer erkennt man auch durch
erhebliche Mengen austretenden Öls an den Kolbenstangen der Dämpfer
.... demnächst geht es weiter mit den Kurbelwellen und Hauptlagern

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